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04.01.2022

Hat Diabetes Auswirkungen auf die Zahngesundheit?

Im ersten Moment würde man wahrscheinlich nicht davon ausgehen, dass die Krankheit Diabetes Einfluss auf die Zahngesundheit haben kann. Doch das ist eine Tatsache. Vor allem das Risiko für eine Parodontitis ist bei Diabetespatient*innen erhöht. Die Behandlung dieser sowie die nötigen Vorsorgeuntersuchungen bieten wir auch in unserer Zahnarztpraxis Dentaal in Wipperfürth an. Doch was genau hat der Diabetes mit der Zahngesundheit zu tun?


Was ist eine Parodontitis?


Eine Parodontitis beschreibt die Entzündung des Zahnfleischs bzw. des Zahnhalteapparates. Sie beginnt damit, dass Bakterien sich als Belege am Zahnfleischrand sammeln und sich das Zahnfleisch entzündet. Unbehandelt dringen diese Bakterien bis zum Zahnhals vor und sorgen dafür, dass das Zahnfleisch sich vom Zahn löst und eine Tasche entsteht. Hier können die Krankheitserreger sich ungehindert ausbreiten und das Gewebe sowie den Knochen angreifen. Der Verlust der Zähne kann die schwerwiegende Folge sein.


Warum erhöht Diabetes das Risiko einer Parodontitis?


Die Parodontitis ist inzwischen als mögliche Folgeerkrankung von Diabetes anerkannt. Betroffene erkranken dreimal so oft an der tiefgehenden Zahnfleischentzündung wie Nicht-Diabetiker*innen. Das liegt zum einen an dem langfristig erhöhten Blutzuckerspiegel, der die Blutgefäße schädigen und zu einer schlechteren Durchblutung im Mundraum führen kann. Dadurch ist das Zahnfleisch anfälliger für Entzündungen. Zum anderen haben Diabetiker*innen oftmals ein beeinträchtigtes Immunsystem, was Entzündungen ebenfalls begünstigt. Übrigens hat auch die Parodontitis Einfluss auf Diabetes, da durch die ständige Entzündung im Mund das Insulin schlechter wirkt und die Blutzuckerwerte steigen.


Wie sollten sich Diabetiker*innen verhalten?


Um einer Parodontitis oder anderen Erkrankungen, die durch Bakterien im Mundraum entstehen können, vorzubeugen, ist für Diabetespatient*innen eine perfekte Mundhygiene besonders wichtig. Dazu gehört zweimal tägliches Zähneputzen sowie das tägliche Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in der Zahnarztpraxis sind ebenfalls unerlässlich. Weiterhin kann eine professionelle Zahnreinigung ein bis zweimal im Jahr das Risiko vermindern, an einer Parodontitis zu erkranken.